Aufgepasst bei Zeitungsannoncen

Angebliche Schmuckankäufer sind häufig Betrüger!

Achtung vor Annoncen von Betrügern!

Pelzankauf

Die Anzeigen erscheinen oft in renommierten Zeitungen und klingen verlockend

Private Ankäufer suchen alte Pelze, Uhren, Silberbesteck oder Goldschmuck aller Art, auch Modeschmuck. Sie kommen gern ins Haus, um die Ware vor Ort zu besichtigen und zahlen Höchstpreise sogleich in bar. Bequemer geht es doch nicht – oder? Aber aufgepasst: Bei solchen und ähnlichen Anzeigen sollten sofort alle inneren Alarmglocken läuten!

Höchste Vorsicht ist geboten, denn es handelt sich hierbei um eine typische Masche dreister Annoncen-Betrüger. Nicht nur in Nürnberg und Umgebung versuchen Gauner in krimineller Absicht, sich Zugang zu Wohnungen zu verschaffen, um dort angebliche Verkaufsgespräche zu führen.

Die Münzen- und Schmuckhandlung Riegel rät davon ab, nur aufgrund scheinbar glaubwürdiger Inserate in Tages- und Wochenzeitungen unbekannten Personen zu vertrauen. Wenn statt Adresse und Festnetznummer lediglich eine Handynummer abgedruckt wird, ist die Anzeige meistens nicht seriös! Die Betrüger täuschen bei Ihrer Werbung gleich mehrfach: Sie sparen bei den Anzeigen, indem sie diese als „privat“ buchen. Für Anzeigen von Privatpersonen gelten einerseits günstigere Konditionen als für Händler, andererseits versprechen sich Verkäufer von einem Privatankäufer höhere Ankaufspreise. Die Nutzung des Privattarifs bedeutet zudem einen massiven Wettbewerbsnachteil für seriöse Händler. So veröffentlichen Abzocker mitunter auch großflächige Anzeigen, die sich ein Fachhändler mit Ladengeschäft und entsprechender Kostenstruktur nicht in gleicher Frequenz und Reichweite leisten kann.

Nebenbei profitieren die Inserenten von der Reputation der veröffentlichenden Zeitung und dem Vertrauen, dass diese bei ihren langjährigen Lesern genießt.

Die Maschen der Abzocker

Vor den Machenschaften der dubiosen Schmuck- und Pelzankäufer warnt die Polizei inzwischen bundesweit. Insbesondere arglose und alleinstehende Senioren werden zum Opfer. Während sie den angeblichen Händlern die nicht mehr benötigten alten „Schätze“ zum Verkauf anbieten, schauen diese sich in der Wohnung ganz nebenbei nach Bargeld und echten Wertsachen um.

Eine andere Methode ist es, dass vermeintliche Ankäufer plötzlich „gerade keinen Bedarf an Pelzen haben“, aber den Goldschmuck des Opfers ankaufen wollen. Wer dann nicht verkaufen will, hat eventuell Probleme, die hartnäckigen Besucher aus seiner Wohnung zu entfernen. Gerade Senioren werden oft unter Druck gesetzt und verkaufen Schmuckstücke von hohem materiellem und ideellem Wert zu niedrigen Preisen an die Fremden. Eine Variante dieser Masche ist der „Ankauf von Modeschmuck“: Betrüger nutzen die Unwissenheit der älteren Menschen und erklären deren hochwertigen Schmuck zu Modeschmuck, den sie natürlich gerne ankaufen. Wertvoller Gold-, Silber- oder Diamantschmuck wechselt für einen Bruchteil seines realistischen Wiederverkaufswertes den Besitzer.

Darauf sollten Sie achten

Die Polizei empfiehlt, Verkaufsgespräche mit Fremden in der Wohnung grundsätzlich zu vermeiden. Wenn der Verkauf dennoch in der Wohnung stattfindet, sollte immer mindestens eine weitere bekannte vertrauenswürdige Person anwesend sein, um den oder die „Ankäufer“ besser im Auge zu behalten. Ein beliebter Trick der Betrüger ist es beispielsweise, nach einem Glas Wasser zu fragen und den Moment der Abwesenheit auszunutzen. Selbstverständlich sollten fremde Personen niemals beobachten können, wo Bargeld und Wertsachen aufbewahrt werden. Notieren Sie sich außerdem das KFZ-Kennzeichen des Besuchers.

Schmuck- und Pelzbetrüger in den Medien

Die schwarzen Schafe unter den Pelz-und Goldschmuckankäufern waren Thema verschiedener Fernsehreportagen. So berichtete SAT 1 in der Sendung „Akte 20.12“ über Betrügereien beim Goldankauf. Wie unverschämt die Täter vorgehen, zeigt das Fahndungsvideo: http://www.sat1.de/tv/akte/video/fahndungsaufruf-goldbetrueger-clip

Das Traditionsunternehmen Riegel distanziert sich von Dauerinseraten

Gewerbliche Anzeigen in Wochenzeitungen sind so teuer, dass ein seriöses Geschäft sich diese Form der Werbung selten und meist nur zu bestimmten Anlässen wie Aktionen oder Jubiläen leistet – nicht aber dauerhaft. Meiden Sie Hausrat- oder Flohmarkthändler, die nur Handynummern und weder Festnetznummer noch Firmenanschrift angeben. Im Zweifel erkundigen Sie sich besser bei seriösen Händlern Ihres Vertrauens nach dem Wert von Gold, Schmuck und Pelzen.

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