Goldmünze Big Maple Leaf": Polizei ist Dieben auf der Spur

Die Diebe kamen nachts und raubten heimlich still und leise die kostbare Goldmünze namens "Big Maple Leaf" aus dem Berliner Bode-Museum. Lange tappte die Polizei im Dunkeln. Nun spürte sie Verdächtige auf und machte sie dingfest.

Goldmünze einfach weggekarrt

Im Jahr 2007 wurden lediglich fünf dieser königlichen kanadischen Münzen geprägt und ausgegebenen. Mit einem Wert von 3,7 Millionen Euro und einem Gewicht von 100-Kilogramm zählt die Goldmünze zu den seltenen Münzen und wurde als Leihgabe im Berliner Bode-Museum präsentiert. Solange, bis unbekannte Täter in der zum 27. März das teure Exemplar stehlen konnten. Mittel einer Leiter gelangten die Täter in den Innenraum des Bode-Museums, in dem die Münze lag und karrten das Objekt der Begierde mit einer einfachen Schubkarre weg. Dabei konnten sie scheinbar problemlos das komplexe Sicherheitssystem des Bode-Museums umschiffen.

Ermittler sind dem Gold auf der Spur

Nach langwierigen und zunächst zähen Ermittlungsarbeiten gelangten nunmehr mutmaßliche Täter ins Visier der Fahnder. Am 12. Juli rückte schließlich ein Sondereinsatzkommando der Polizei aus und durchsuchte mehrere Wohnungen in Berlin-Neukölln. Grundlage seien konkrete Anhaltspunkte, teilte die Polizei mit. So seien zwei der bei dieser Aktion festgenommenen Täter identisch sind mit zwei Personen auf den Videoaufnahmen der Überwachungskameras. Diese Aufnahmen hatte die Polizei bereits Anfang Juli veröffentlicht.

100 Kilogramm pures Gold

Laut Polizeisprecher soll es sich bei den Verdächtigen um Mitglieder eines arabisch-kurdischen Familien-Clans handeln, die dem Verdacht der organisierten Kriminalität ausgesetzt sind. Die Polizei fahndete auch anhand entsprechender DNA-Spuren nach den verdächtigen Männern. Aufgrund der Schwere der Münze ging die Polizei zunächst davon aus, dass es sich um mehrere Täter handelt. Vermutet wurde auch, dass die Diebe die Goldmünze einschmelzen ließen, um das Gold "portionsweise" verkaufen zu können. Indes wurde das Bode- Museum tätig und erhöhte die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort noch einmal deutlich. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass sich eine solche, folgenschwere Tat in der Zukunft nicht wiederholen kann.

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