Gold – Synonym für Faszination und Hochwertigkeit

Gold ist aus verschiedenen Gründen ein faszinierendes Element. Obwohl es mit 19,3g/m3 eine sehr hohe Dichte aufweist, ist es extrem dehnbar. Ein weiterer großer Vorteil ist seine Reaktionsträgheit: Während Silber beispielsweise mit Bestandteilen unserer Luft korrodiert, also „anläuft“, verändert sich Gold beim Kontakt mit Feuchtigkeit, Hitze und den meisten Säuren nicht. Diese Eigenschaften machen das Edelmetall Au mit der Ordnungszahl 79 im Periodensystem zu einem begehrten Werkstoff. Gold – Synonym für Faszination und Hochwertigkeit: Die Mischung aus Seltenheit, faszinierendem Glanz und leichter Verarbeitung erwies sich außerdem als ideal für das Schmuckhandwerk und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Direkte und indirekte Währung

Goldmünzen dienten auch als Zahlungsmittel: Der auf ihnen angegebene Wert entsprach dem ihres Edelmetallanteils (Kurantmünzen). Sie unterscheiden sich vom heute üblichen Kreditgeld, das auf dem Vertrauen der Halter basiert, auch in Zukunft noch den mehr oder weniger gleichen Gegenwert für ihr Geld zu erhalten. Auch wenn eine Währung nicht direkt aus Gold gemacht ist, kann dieses Grundlage eines Geldsystems werden. Der Wert eine Einheit des ausgegebenen Geldes ist dabei an eine bestimmte Menge Gold gebunden, wodurch dieses System den Namen Goldstandard erhielt.

Eine seiner bedeutendsten Ausprägungen entstand 1944 durch das Abkommen von Bretton Woods im US-Bundesstaat New Hampshire. Viele Staaten, darunter die USA, die UDSSR, das Vereinte Königreich, China und Frankreich verpflichteten sich, Ihre Währung an den Dollar zu koppeln, der seinerseits mit 35 Dollar pro Unze (31,104g) an den Goldpreis gekoppelt war.

Entwicklung nach 1970

Der Goldpreis im Blickfeld von gestern und heute: Die festgelegen Wechselkurse standen im Widerspruch zu den unterschiedlichen Entwicklungen auf beiden Seiten des Atlantiks. Dem westeuropäischen Wirtschaftswunder standen hohe amerikanische Defizite gegenüber. Wann immer der Wert einer Währung stark gegenüber dem Dollar zu steigen droht, waren Stützkäufe des Dollars erforderlich, um den Kurs wieder in die vereinbarten Grenzen zu bewegen. In diesem Zusammenhang steht die berühmte Aussage des amerikanischen Finanzministers John Connally: „Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem“.. 1971 wertete der amerikanische Präsident Nixon schlussendlich den Dollar gegenüber dem Gold ab, 1973 wurde der Goldpreis wieder freigegeben.

Bis 1980 stieg der in US-Dollar angegebene Goldpreis ständig an. Die Stabilitätspolitik der Vereinigten Staaten Anfang der 1980er Jahre dämmte das Geldmengenwachstum und damit die Inflation ein. Gold verlor an Wert und stagnierte bis zur Jahrtausendwende weitgehend. Seit 2001 bewegt sich der Goldpreis wieder kontinuierlich nach oben. Die linke Grafik verdeutlicht den Anstieg des Goldpreises seit 1973.

Goldpreis von 1974 bis heute

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Faktoren wie der Ölpreis, Spekulationen und Erwartungen bestimmen zusätzlich den Wert des Goldes. Eine genaue Prognose der zukünftigen Entwicklung ist daher nicht möglich. Dennoch gilt Gold auch heute noch als stabile langfristige Wertanlage und Absicherung vor starker Inflation in Krisenzeiten. Es ist daher in erster Linie nicht wegen seiner Rendite interessant, auch wenn der steigende Goldpreis durchaus für Kursgewinne sorgte. Gehandelt wird das Edelmetall vor allem in London, New York, Hongkong und Zürich.