Herzoglich Braunschweiglicher Orden Heinrich des Löwen

Zivilorden und Militärorden gleichermaßen

Herzoglich Braunschweiglicher Orden Heinrich des Löwen wurde am 25. April 1834 durch Wilhelm von Braunschweig gestiftet. Er war sowohl als Zivil- als auch Militärorden gedacht und sollte an Heinrich den Löwen, sächsischer sowie bayerischer Herzog aus dem 12. Jahrhundert, erinnern. Bis zum Ende der deutschen Monarchie im Jahr 1918 hatten sich folgende Ordensstufen herausgebildet:

  • Großkreuz
  • I. Klasse
  • Kommandeur I. und II. Klasse
  • Offizierskreuz
  • Ritter I. und II. Klasse
  • IV. Klasse
  • Verdienstkreuz I. und II. Klasse
  • Ehrenzeichen I. und II. Klasse

Die optische Erscheinung variiert je nach Stufe stark. Gemeinsam ist ihnen jedoch das häufig anzutreffende Kreuz, in den höheren Stufen auch mit blau emaillierten Flügeln. Bei dem Großkreuz aus Braunschweig etwa findet sich zudem ein nach links schreitender goldener Löwe auf der Oberseite, mittig in einer roten Scheibe ein nach links laufendes Pferd: das sogenannte Welfenross als Symbol für das Volk der Sachsen. Auffällig beim Großkreuz und anderen höheren Klassen ist die goldene Krone über dem Löwen. Die halbhohen Zwischenräume sind rot emailliert. Links und rechts umgeben ist das Bild aus Löwe und Krone von golden umrandeten Lorbeerblättern. Das Großkreuz wurde 1912 – 1918 45 mal verliehen, sowie insgesamt seit 1834 421 mal. Großkreuz und Kommandeur hatten zudem einen Bruststern als Zusatzdekoration.

Schlagworte: Orden Heinrich des Löwen – Braunschweig – Großkreuz – Monarchie – Wilhelm von Braunschweig – Sachsen – Heinrich der Löwe

Zurück