Ehrenkreuz genoss hohe gesellschaftliche Relevanz

Medaillen und Abzeichen für das Bürgertum

Ehrenkreuz - Ehrenzeichen sind in der Ordenskunde eine eigenständige Klasse von Auszeichnungen. Sie werden von den Orden abgegrenzt. Um es auch Angehörigen niedrigerer gesellschaftlicher Schichten als dem Adel zu ermöglichen, für ihre Dienste ausgezeichnet zu werden, etablierte sich mit Beginn des 19. Jahrhunderts immer mehr das Ehrenzeichen. Durch enorme Fortschritte in Wissenschaft, Technik und die Herausbildung einer Industrie, gewannen Bürgertum aber auch Arbeiterschaft zunehmend an politischer Bedeutung. Diese kamen jedoch für die monarchistisch geprägten Orden bislang oft nicht infrage, da wesentliche Bedingung für eine Verleihung des Innehalten eines hohen gesellschaftlichen Ranges war.

Ehrenkreuz - spezielle Variante der Ehrung: Zum Ende des 18. Jahrhunderts erlangte das Ehrenzeichen große gesellschaftliche Relevanz, eine Vielzahl an Medaillen und Abzeichen war im Umlauf. Allein Bayern, Preußen, Sachsen und Württemberg, allesamt Königreiche, kannten zu der Zeit bereits 137 unterschiedliche Ehrenzeichen. Die Zahl wuchs bis 1945 auf über 3500 staatliche Ehrenzeichen an. Oft stand auch gar nicht mehr das Militär im Fokus, sondern vielmehr zivile Verdienste in allen Bereichen, von der Kunst über den Sport bis zur Wissenschaft oder den klassischen nicht-militärischen Staatsdienst.

Zurück