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Der Silberpreis - Gestern und Heute

Der Silberpreis

Über mehrere Jahrtausende hat Silber seinen Platz auf den Märkten der Welt behauptet. Dies liegt in erster Linie an seiner Vielseitigkeit und seiner hohen Wertbeständigkeit im Vergleich zu Waren oder bestimmten Währungen.

Der Silberpreis schwankte stets. Dies ist bis heute auch weiterhin täglich der Fall und oft mit etwas stärkeren Amplituden als beim Gold. Da Silber nicht nur als Anlage, sondern auch als Industriemetall eine bedeutende Rolle spielt, nutzen es viele Anleger und Unternehmen als Absicherung gegen wirtschaftliche Unsicherheiten.

Zu Zeiten der Metallwährungen zählte Silber neben Gold als besonders sicheres Anlagevermögen und sicherte die so wichtige Liquidität. Edelmetallwährungen waren damals sowohl unter Kaufleuten als auch Privatleuten weit verbreitet. Noch heute ist die traditionelle Verwendung von Silber als Geldanlage und Rohstoff nicht wegzudenken. Nach wie vor findet daher ein reger Handel dieses Edelmetalls statt.

Seit den 2000er Jahren hat sich auch der Silberpreis deutlich entwickelt. Allein im Jahr 2024 hat der Preis in Euro um ca. 18 Prozent zugelegt.

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Synonym für Vielseitigkeit und Wertbeständigkeit

Silber

Silber ist aus verschiedenen Gründen ein faszinierendes Element. Mit einer Dichte von 10,49 g/cm³ ist es zwar leichter als Gold, dennoch beeindruckend schwer im Vergleich zu den meisten Metallen. Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner außergewöhnlichen Leitfähigkeit – es ist das Metall mit der höchsten elektrischen und thermischen Leitfähigkeit. Silber ist zudem dehnbar und lässt sich in feinste Folien verarbeiten.

Die Mischung aus beeindruckender Vielseitigkeit, glänzendem Aussehen und guter Verarbeitbarkeit macht das Edelmetall Ag mit der Ordnungszahl 47 im Periodensystem zu einem begehrten Werkstoff. Silber – Synonym für Vielseitigkeit und Wertbeständigkeit: Es ist und bleibt ein unverzichtbares Material in zahlreichen Bereichen.

Die Rolle von Silber in historischen Währungssystemen

Silbermünzen als Zahlungsmittel

Silbermünzen dienten über Jahrhunderte hinweg als Zahlungsmittel: Der auf ihnen angegebene Wert entsprach dem ihres Edelmetallanteils (Kurantmünzen). Im Gegensatz zum heute üblichen Kreditgeld, das auf dem Vertrauen der Halter basiert, auch in Zukunft noch den mehr oder weniger gleichen Gegenwert für ihr Geld zu erhalten, war der Wert einer Silbermünze direkt durch ihren Metallgehalt gedeckt.

Auch wenn eine Währung nicht direkt aus Silber besteht, kann dieses Edelmetall Grundlage eines Geldsystems werden. Der Wert einer Einheit des ausgegebenen Geldes wird dabei an eine bestimmte Menge Silber gekoppelt, was in der Vergangenheit als Silberstandard bekannt war.

Einer der prominentesten Ansätze zur Stabilisierung durch Edelmetalle entstand 1944 durch das Abkommen von Bretton Woods im US-Bundesstaat New Hampshire. Viele Staaten, darunter die USA, die UDSSR, das Vereinigte Königreich, China und Frankreich, verpflichteten sich, ihre Währungen an den Dollar zu koppeln. Der Dollar selbst war allerdings nicht an Silber, sondern mit 35 Dollar pro Unze (31,104 g) an den Goldpreis gebunden. Dennoch spielte Silber in vielen Ländern weiterhin eine zentrale Rolle als Münzmetall und Wertaufbewahrungsmittel.

 

Entwicklung nach 1970

Der Silberpreis - Gestern und Heute

Der Silberpreis im Blickfeld von gestern und heute: Die festen Wechselkurse standen im Widerspruch zu den unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen auf beiden Seiten des Atlantiks. Während Westeuropa ein Wirtschaftswunder erlebte, kämpften die Vereinigten Staaten mit hohen Defiziten. Immer wenn der Wert einer Währung im Vergleich zum Dollar stark zu steigen drohte, waren Stützkäufe des Dollars erforderlich, um die Wechselkurse wieder in die vereinbarten Grenzen zu bringen. In diesem Kontext wurde die berühmte Aussage des amerikanischen Finanzministers John Connally geprägt: „Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem“.

Ähnlich wie beim Gold hatte die Abwertung des Dollars 1971 durch Präsident Nixon und die Freigabe der Wechselkurse 1973 auch Auswirkungen auf den Silberpreis. Bis 1980 stieg der in US-Dollar angegebene Silberpreis stark an. Die Stabilitätspolitik der Vereinigten Staaten Anfang der 1980er Jahre, die das Geldmengenwachstum und damit die Inflation eindämmte, führte zu einem Rückgang des Silberpreises, der bis zur Jahrtausendwende weitgehend stagnierte. Seit 2001 zeigt der Silberpreis wieder eine kontinuierliche Aufwärtsbewegung. Die linke Grafik verdeutlicht den Anstieg des Silberpreises seit 1973.